Einweihung Neue Abluftreinigungsanlage

ARA Rhein

Neue Abluftreinigungsanlage schützt Region zuverlässig vor Gestank

Die ARA Rhein in Pratteln reinigt in einem mehrstufigen Verfahren Industrie- und Gemeindeabwässer. Damit ist sie ein wichtiger Standortfaktor im Kanton Basel-Landschaft. Heute fand die Einweihung der neuen Abluftreinigungsanlage statt. Diese verhindert zuverlässig Geruchsbelästigungen, wie sie 2014 vorkamen. Das Unternehmen investiert konsequent in weitere Massnahmen, um fit für die Zukunft zu sein.

Pratteln, 14. Juni 2017 – Der Rhein ist Lebensraum für Tiere und Pflanzen, Trinkwasserreservoir für Millionen von Menschen und ein wichtiger Transportweg. Diesem Ökosystem gilt es, Sorge zu tragen und es vor schädlichen Einträgen zu schützen. Jährlich behandelt die ARA Rhein – eine der grössten kombinierten Abwasserreinigungsanlagen der Schweiz – rund sechs Milliarden Liter Abwasser aus den Gemeinden Pratteln, Augst, Kaiseraugst, Giebenach, Arisdorf und Olsberg und der chemisch-pharmazeutischen Industrie im Gebiet Pratteln/Schweizerhalle. Am Ende erfüllen die gereinigten Wässer sämtliche gesetzlichen Vorschriften und können bedenkenlos in den Rhein geleitet werden. Anlässlich der Einweihung der neuen Abluftreinigungsanlage hob Dr. Anton Lauber, Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, die Bedeutung der ARA Rhein für den Kanton hervor: «Die ARA Rhein stellt einen wertvollen Standortfaktor dar. Mit der neuen Abluftreinigungsanlage verbessert sie die Qualität des Kantons Basel als Wohnort und als Wirtschaftsstandort.»

Wie wichtig die ARA Rhein für die industriellen Betriebe im Raum Pratteln/Schweizerhalle ist, betonte auch Renaud Spitz, Verwaltungsratspräsident der ARA Rhein: «Indem die ARA Rhein die Abwässer der hiesigen Industriebetriebe entsorgt, garantiert sie deren Fortbestand und bietet ihnen Planungssicherheit. Rund 3000 Arbeitsplätze hängen von der Abwasserreinigung ab. Ohne sie müssten Unternehmen abwandern.» In enger Zusammenarbeit mit Politik und Behörden des Kantons sorgt die ARA Rhein für stabile Verhältnisse. Diese Stabilität stelle einen wichtigen Faktor für zukünftige Investitionen der Wirtschaft und damit für die Entwicklung der Region dar, wie Spitz sagte.

Üble Gerüche gehören der Vergangenheit an

Im Sommer und Herbst 2014 waren die Verantwortlichen der ARA Rhein mit einem neuen Phänomen konfrontiert: Übler Faulgestank belästigte und verärgerte die Nachbarschaft. Die vorhandene Biofilteranlage war nicht in der Lage, diese Gerüche zu neutralisieren. Überbrückende Sofortmassnahmen dämmten die Geruchsbelästigungen ein und gaben den Verantwortlichen die notwendige Zeit, um eine Lösung für das Problem zu finden.

Ende 2016 konnte die ARA Rhein ihre neue Abluftreinigungsanlage in Betrieb nehmen. Diese funktioniert nach dem Prinzip der so genannten regenerativen thermischen Oxidation (RTO). Dazu Roger Hurschler, Leiter Technologie ARA Rhein: «Die belastete Abluft wird in der Anlage auf 800°C aufgeheizt. Bei dieser Temperatur verbrennen sämtliche organischen Bestandteile, somit auch die Geruchsstoffe. Die entstehende Abwärme wird in die Anlage zurückgeführt.» Die ARA Rhein investierte rund 17 Millionen Schweizer Franken in den Bau der neuen Abluftreinigungsanlage. Damit gehören die üblen Gerüche der Vergangenheit an.

Fit für die Zukunft

Mit einer jährlichen Investitionssumme von sechs bis zehn Millionen Schweizer Franken hält die ARA Rhein ihre Anlagen auf dem aktuellen Stand der Technik. Bis im Jahr 2025 plant das Unternehmen, weitere Investitionen in mehrstelliger Millionenhöhe zu tätigen.

Peter Müller, Geschäftsleiter der ARA Rhein, erklärt: «Wir investieren schrittweise in verschiedene Massnahmen, welche die Effizienz der Anlage steigern und die bestmögliche Reinigung erlauben. Als nächstes werden wir bis 2019 eine Flotationsanlage einrichten, um Schwebstoffe im Industrieabwasser abzuscheiden.» Weitere Schritte wie die Optimierung der Schlammbehandlung oder der Bau einer Anlage zum Abbau von Stickstoffverbindungen werden folgen. «Es geht uns darum, den steigenden Ansprüchen immer einen Schritt voraus zu sein», so Müller.

 

ARA Rhein

Die ARA Rhein reinigt seit 1975 in einem mehrstufigen Verfahren Gemeindeabwässer aus Arisdorf, Augst, Giebenach, Kaiseraugst, Olsberg und Pratteln sowie Industrieabwässer der produzierenden Betriebe aus dem Gebiet Muttenz-Schweizerhalle-Pratteln mit ihren 3‘000 Arbeitsplätzen. Die Anlage ist eine der grössten Abwasser-Reinigungsbetriebe der Schweiz; sie verarbeitet rund sechs Millionen Kubikmeter Abwasser pro Jahr. Die Reinigungsleistung liegt über den gesetzlichen Auflagen; die Anlagen entsprechen dem aktuellen Stand der Technik. Der anfallende Schlamm wird in einer werksinternen Anlage verbrannt und die gewonnene Wärmeenergie in den Wärmeverbund ‚Grüssen‘ eingespeist. Die verbleibende Schlacke wird in einem separaten Kompartiment der kantonalen Deponie Elbisgraben für eine zukünftige Phosphor-Rückgewinnung gelagert, die zum Tragen kommt, sobald entsprechende marktreife Verfahren zur Verfügung stehen. Rauchgas und Abluft der ARA werden gereinigt, bevor sie in die Umwelt gelangen. Die ARA Rhein beschäftigt 34 Mitarbeitende.

www.ararhein.ch

 

Für weitere Auskünfte: Peter Müller, Geschäftsleiter ARA Rhein, E-Mail: peter.mueller(Replace this parenthesis with the @ sign)ararhein.ch, Telefon: +41-61-815 25 10

 

Bildmaterial in Hochauflösung kann unter folgendem Link heruntergeladen werden: http://web35.502.hosttech.eu/artxmedia/images/downloads/Ara_Rhein_Medienorientierung_170614_Fotos.zip Alle Bilder: ARA Rhein, Jan Räber
Die Präsentation der Referenten können unter folgendem Link heruntergeladen werden:
ARA_Einweihung_RTO_Programm_170609
ARA_Einweihung_RTO_Präsentation_Lauber_170614
ARA_Einweihung_RTO_Präsentation_Spitz_170614
ARA_Einweihung_RTO_Präsentation_Hurschler_170614
ARA_Einweihung_RTO_Präsentation_Mueller_170614